Barrierefreiheit: Bund erhöht Druck stufenweise

13. September 2010

11.09.2010 | Salzburg-Stadt | (SN).
Gleiches Recht. Bund macht Druck: Ämter und Vereine müssen für alle Menschen zugänglich sein.
Rollstuhlfahrer, Gehörlose, Blinde, aber auch alte Leute und Mütter mit Kinderwagen – sie alle stehen oft vor unüberwindbaren Hindernissen. Der Bund macht nun Ernst mit der Forderung nach Barrierefreiheit: Spätestens bis 1. Jänner 2016 müssen alle Einrichtungen problemlos erreichbar sein. Andernfalls droht der Verlust der Subventionen aus Wien. Das Familienministerium hat in einem ersten Schritt eine Checkliste mit Fragen zur Barrierefreiheit an Jugendorganisationen und Familienberatungsstellen geschickt – zu retournieren bis 31. Dezember.
„Die Stadt Salzburg muss frühzeitig ein Konzept erarbeiten und darf die Vereine nicht im Regen stehen lassen – organisatorisch und finanziell“, sagt ÖVP-Gemeinderätin Marlene Wörndl. Sie will am Donnerstag im Kulturausschuss einen diesbezüglichen Antrag stellen.
„Die Barrierefreiheit steht nicht nur auf dem Papier. Da tut sich viel“, sagt Behindertenanwalt Erwin Buchinger. Wer darauf vertraue, dass die Suppe schon nicht so heiß gegessen werde, liege falsch. Bund, Länder und Gemeinden seien verpflichtet, den Zugang barrierefrei zu gestalten, wenn die Adaptierung weniger als 3000 Euro koste. „Wer klagt und sich auf die Regelung beruft, dem steht schon heute Schadenersatz zu.“

Barrierefreiheit: Bund erhöht Druck stufenweise
11.09.2010 | Salzburg | (SN).
Freier Zugang. Behinderte klagen Schadenersatz ein. Barrierefreiheit kostet viel Geld. Das Land legt den Umbau des Chiemseehofs vorerst auf Eis.
Alle öffentlichen Gebäude müssen barrierefrei gemacht werden – in Etappen bis 31. Dezember 2015. Bund, Länder und Gemeinden sind aber schon jetzt verpflichtet, Hürden zu entfernen, wenn die Arbeiten weniger als 3000 Euro kosten. Betroffene können klagen, wenn diese Regelung nicht eingehalten wird. Sie erhalten mindestens 720 Euro Schadenersatz.
„Es hat schon 16 Schlichtungsverfahren beim Bundessozialamt gegeben – Schwerpunkt war Ostösterreich,“ sagt Behindertenanwalt Erwin Buchinger. Die Etappen bis zur Barrierefreiheit sind im Behindertengleichstellungsgesetz geregelt. Die Grenze steigt von 3000 auf 5000 und 10.000 Euro. Ab 1. Jänner 2016 ist Barrierefreiheit obligatorisch. „Dann kann sich keine Einrichtung mehr auf unverhältnismäßige finanzielle Belastung berufen“, betont ein Experte.
Gemeinderätin Marlene Wörndl, ÖVP-Sozialsprecherin in der Stadt Salzburg, läutet schon jetzt die Alarmglocken. „Wir müssen rechtzeitig schauen, dass wir die Barrierefreiheit umsetzen.“ Die Vereine hätten oft nicht das Know-how, um zu wissen, wie sie die Vorgaben erfüllen könnten – noch dazu, wenn sie in einem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht seien. „Da müssen alle Varianten geprüft werden – auch eine gemeinsame Lösung für mehrere Beratungsvereine wie etwa in Graz.“ Das Kinderschutzzentrum hat das Problem gelöst: Es übersiedelt in neue Räume in Salzburg-Lehen, die jetzt barrierefrei gemacht werden. Die Stadt Salzburg leistet dafür einen Kostenbeitrag von 20.000 Euro. Noch keine Lösung gibt es laut Wörndl beispielsweise für die Sexualberatungsstelle, die in einem Gebäude am Platzl untergebracht ist. „Der Lift ist für Rollstuhlfahrer nicht benützbar.“
Bei der Herstellung von Barrierefreiheit geht es um Millionen: Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) habe für die Nachrüstung ihrer Gebäude 30 Mill. Euro veranschlagt – bis 2014, sagt Buchinger. Und auch die ÖBB investierten viel Geld für behindertengerechte Zugänge. Ein Beispiel ist der neue Bahnhof in St. Pölten. „Der ist so gestaltet, wie ich ihn mir als Behindertenanwalt wünsche.“ Bis 31. Dezember 2015 müssen alle Bahnhöfe und Haltestellen barrierefrei sein, die eine Frequenz von mehr als 2000 Personen pro Tag aufweisen.
„Bei der Umsetzung der Barrierefreiheit gehen nicht alle Einrichtungen mit demselben Tempo vor“, sagt Buchinger. Er sei aber guten Mutes, dass alle Bundesgebäude bis 2016 barrierefrei sein werden. Ausnahmen werde es dann nur noch für historische Gebäude wie das Schloss Hellbrunn geben.
„Das Land arbeitet daran, seine Gebäude schrittweise barrierefrei zu machen“, heißt es im Büro von LH-Stv. David Brenner (SPÖ). Jedes neue Gebäude sei durchgehend barrierefrei gestaltet. Beim Altbestand werde die Erreichbarkeit schrittweise verbessert – etwa im Zuge von Sanierungsarbeiten. Ein Beispiel: Das Amtsgebäude am Anton-Neumayr-Platz in Salzburg – in dem früher das Gesundheitsamt untergebracht war – soll zum „Haus der Kinder, Jugend und Familie“ werden. Gesamtkosten: v4 Mill. Euro. Bei der Sanierung werde der Altbau durchgehend barrierefrei gemacht.
„Wir denken auch daran, den Landtagstrakt des Salzburger Chiemseehofs mittelfristig baulich barrierefrei zu gestalten,“ heißt es. Das Projekt sei aber aus Spargründen 2011 und 2012 zurückgestellt worden.

Rollstuhl gerechte Busreisen

30. November 2009

Ein innovatives Unternehmen aus Mitterberghütten hat erkannt, dass  Menschen im Rollstuhl genau so gerne verreisen wie der grosse Rest der Busreisenden. Die Firma “Neu Touristik” hat eigens umgebaute Reisebusse im Einsatz. Nachdem mir gerade so ein Reisebus auf der Strasse begenet ist habe ich mich darüber informiert und es gefällt mir sehr gut was die “Neu Touristik” da macht.

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Kupfer gegen Keime!

12. Oktober 2009

Eine deutsche Studie hat ergeben dass Kupfer die Keime in Krankenhäusern drastisch reduzieren kann. mehr dazu finden sie wenn sie auf das Bild klicken!

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VCÖ-Mobilitätspreis

05. Oktober 2009

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Das Kooperationsprojekt mit dem StadtBus “Mobil sein – dabei sein!“ wurde nun auch mit dem österreichischen Mobilitätspreis in der Kategorie ÖV/Verkehrsunternehmen ausgezeichnet! Wir freuen uns sehr über diese hohe Anerkennung und bedanken uns bei allen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen!

Mehr zum Mobilitätspreis auf der offiziellen VCÖ-Seite.

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(v.l.n.r.) bmvit-Generalsekretär Herbert Kasser, Umweltminister Niki Berlakovich, Chrissie Hutter (Zentrum für Generationen & Barrierefreiheit), Gunter Mackinger (Salzburg AG), Angelika Gasteiner (StadtBus), Susanne Schinagl (Geschäftsführerin Zentrum für Generationen & Barrierefreiheit), ÖBB-Personenverkehr Vorstandssprecherin Gabriele Lutter und VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak.

Brautpaare und Behinderte…

20. September 2009

Das nachfolgende Bild habe ich gestern bei einer Hochzeit in Maria Plain gemacht. Irgendwie haben mich die Gedankengänge des Verfassers daran erinnert dass wir in der Meinungsbildung in der Bevölkerung schon noch viel zu tun haben…

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Die Wahrheit über “altersgerechte” Shop-Optimierung.

02. Juli 2009

Der weißhaarige Schopf des alten Mannes neigt sich gramgebeugt gen Monitor. Die zittrigen, faltigen Händen halten die Maus falsch herum. Fahrig irrt der Mauszeiger auf den “Buy-Button” und wieder weg, weil der alte Herr das Wort “Buy” nicht kennt. Verzweifelt ruft er nach dem Enkel, damit dieser ihm endlich aus der Patsche helfe. Dieser eilt prombt herbei und erklärt dem verwirrten Senior geduldig, was hier im Internet so abgeht und schüttelt den Kopf. Der Alte wird es wohl nie blicken!

Wer von uns hätte nicht diese liebgewordene Vorstellung der “Silver-Surfer” im Kopf, wer hätte sich nicht bereits mit “Barrierefreiheit” für shoppende Senioren beschäftigt. Für die e-Commerce-Branche? Ein Muß! Denn schließlich haben die Senioren Potenzial und was für welches. Laut “Der Spiegel” (aktuelle Ausgabe) beläuft sich die jährliche Kaufkraft von Menschen über 60 Jahre auf 316 Milliarden Euro und die Zahl der Surfer aus dieser Altersgruppe steigt ständig. In Wahrheit ist diese Steigerungsrate sogar für das gesamte noch bestehende generische Internet-Wachstum dieser und mindestens der nächsten fünf Jahre verantwortlich. Wenn das Internet noch irgendwo wachsen kann, dann hier und ohne diese neuen User-Ströme hätte längst ein Konsolidierungsprozess eingesetzt, den viele Online-Shops nicht überlebt hätten. MEHR…

Alpenstraße Salzburg – Rollstuhlfahrer ausgeschlossen

10. April 2009

Der Eingang eines neuen Gebäudes an der Alpenstraße ist so gestaltet, dass Rollstuhlfahrer ausgeschlossen sind. Es handelt sich um das Haus Alpenstraße 99, in dem ein ganzes Stockwerk für „Senior 50 plus“ adaptiert ist. „Senior 50 plus“ bietet verschiedene Kurse zur Weiterbildung oder Freizeitgestaltung an. Gerade aber unter Senioren gibt es mehr Rollstuhlfahrer als in der normalen Gesellschaft. Mir selbst sind zwei Personen bekannt, die gern einen bestimmten Kurs besuchen möchten, es aber wegen der baulichen Situation nicht können. Zur Eingangstür des Gebäudes führen mehrere Stufen, aber es gibt keine Rampe für Rollstuhlfahrer. Wer immer für dieses Gebäude verantwortlich ist und die Initiatoren für „Senior 50 plus“ mögen doch bitte dafür Sorge tragen, diese Situation zu ändern. Sie können ihren Unmut darüber den verantwortlichen auch selber zukommen lassen: www.50plusgmbh.com

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Infoveranstaltung des Netzwerkes barrierefreier-alltag.at in Salzburg

20. Februar 2009

Die heutige Infoveranstaltung des Netzwerkes “barrierefreier-alltag.at” fand heute im Plenarsaal der Wirtschaftskammer Salzburg statt. 150 interessierte Besucher aus Politik und Wirtschaft nahmen an dieser Veranstaltung teil. Die 6 Redner aus allen Fachbereichen konnten über die Fortschritte und Notwendigkeit von “Design for all” informieren. Die Besucher wurden mit viel Informationsmaterial versorgt und über die Aktivitäten des Netzwerkes “barrierefreier-alltag” informiert. Hier können Sie die 1. Bildergalerie der Veranstaltung betrachten.

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Urlaub/Reisen – barrierefreier Tourismus

28. Januar 2009

Barrierefreier Tourismus, Warum sich barierefreie Gestaltung von Tourismusprojekten letztendlich rechnen. Mehr zum Thema “barrierefreier Tourismus” erfahren sie hier:

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Barrierefreie Kfz-Umbauten vom Spezialisten

06. Januar 2009

Der Salzburger Spezialist Christian Tengg vom Autohaus Tenggist die 1. Adresse für behinderten gerechte Umbauten von Fahrzeugen aller Art. Das Unternehmen ist als innovative Spezialwerkstätte weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

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